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Renovierung des Karmelitenklosters Reisach

erbaut 1732 - 1751

Fotos von den Renovierungsarbeiten

Renovierung (Stand: Weihnachten 2010)

Die Umbauarbeiten wurden nach dem Tod von P. Konstantin eingestellt, da wir keine finanziellen Mittel mehr für die Fertigstellung des Exerzitienhauses haben. Trotzdem sind schon über 80% der Renovierungen abgeschlossen. Uns fehlen „noch“ ca. 220.000 €. Zurzeit bemühen wir uns zusammen mit unserem Bürgermeister um Spenden und Zuschüsse von verschiedenen Institutionen und hoffen, dass die letzte Phase des Umbaus im März nächsten Jahres begonnen werden kann. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die zugunsten des Klosters Reisach spenden, Konzerte organisieren und verschiedene Aktionen starten.

Ihre Karmeliten vom Kloster Reisach

Es geht weiter....

Im Sommer 2002 wurde mit dem neuen Pfarrbüro, dem Einbau der öffentlichen Toiletten, der Sanierung der Mönchszellen, der Einrichtung eines neuen Speiseraums, einer neuen Küche und mit der veränderten Pfortensituation, die erste Phase der Sanierung unseres Klosters Reisach abgeschlossen.

Jetzt nach fünf Jahren, hoffen wir, den zweiten Sanierungsabschnitt in Angriff nehmen zu können:

Im sogenannten "Refektoriumstrakt" sollen 11 Gästezimmer (fast alle als Doppelzimmer nutzbar) mit Nasszellen, ein Speiseraum und – in der ehemaligen Krankenkapelle des Klosters – ein Gottesdienst- und Meditationsraum eingerichtet werden.

So haben wir in Zukunft die Möglichkeit, kleinere Gruppen für Besinnungstage oder Exerzitien aufzunehmen.

Auch Einzelgästen, die sich für eine gewisse Zeit zu "stillen" Tagen in klösterlicher Atmosphäre zurückziehen und gleichzeitig die herrliche Berglandschaft des oberen Inntals zur Erholung nutzen möchten, soll das Kloster offen stehen.

In dem im ersten Stock gelegenen kleinen Barocksaal (ehemaliger Rekreationssaal des Klosters) sind Kammerkonzerte und andere Veranstaltungen in historischem Ambiente denkbar.

Nicht nur Denkmalschützer und Fans alter Klostergebäude sind fasziniert von dem originalen Erhaltungszustand des Refektoriumstraktes, der sich großenteils noch im Gewand des 18. Jahrhunderts präsentiert: Fußböden und Türen, Fenster mit den Beschlägen und Scheiben aus der Zeit um 1750! Die meisten Räume haben noch keine Zentralheizung und kein fließendes Wasser "gesehen", so dass ein Vierteljahrtausend an ihnen fast spurlos vorübergegangen zu sein scheint!

Dies erfordert natürlich einen äußerst schonenden Umgang mit der historischen Bausubstanz und das Bemühen, trotz der Ansprüche, die wir heute an die Bewohnbarkeit solcher Räume stellen, möglichst wenig zu verändern und möglichst viel zu erhalten: die originalen Fußböden sollen bleiben, auch wenn sie nach heutigen reinigungsstechnischen Grundsätzen unpraktisch sind: die alten Fenster, die natürlich heutigen thermo-technischen Ansprüchen nicht annähernd genügen, müssen repariert und von außen durch Doppelfenster geschützt werden; Heizungs-, Wasser- und Elektroinstallation müssen so ausgeführt werden, dass die originale Bausubstanz möglichst wenig verletzt wird, weshalb wohl auch zu Auf-Putz-Lösungen gegriffen werden muss.

Im Gegensatz zu der 2002 abgeschlossenen ersten Renovierungsphase, die zu 90% von der Erzdiözese München und Freising finanziert wurde, müssen die jetzt vorgesehenen Baumaßnahmen vom Kloster und unserer deutschen Provinz ganz allein getragen werden. Für unsere kleine Ordensgemeinschaft eine gewaltige finanzielle Anstrengung!

So sind wir eifrig auf der Suche nach Spendern und Sponsoren. Auch an die Gründung eines Förderkreises für Kloster Reisach ist gedacht.

Zwar liegt aus finanziellen Gründen eine Sanierung des sogenannten "Noviziatstraktes" noch in weiter Ferne, doch mit der Verwirklichung der Renovierung des Refektoriumstraktes kommen wir dem geplanten Ziel einer vielseitigen Nutzung des Klosters Reisach und seinem Ausbau zu einem kleinen geistlichen und kulturellen Zentrum im oberen Inntal ein ganzes Stück näher.

Ihre Karmeliten vom Kloster Reisach

Renovierung (Stand: Ostern 2009)

Inzwischen ist die Heizungs- und Sanitärinstallation so gut wie abgeschlossen. Damit die Wärme nicht in den Dachbereich entweichen kann, wurden noch vor Weihnachten 2008 die Gewölbe im 2. Stock wärmeisoliert. Das Elektrische ist, was die Leitungsführung betrifft, ebenfalls eingerichtet, und die Nasszellen (Dusche und WC) stehen bereits in den einzelnen Zimmern. Das Kalken der Wandschalen nach einem Rezept des 18. Jahrhunderts ist auch schon in der Hälfte er Räume geschehen. Bis zu sechs mal (!) müssen die Kalklasuren aufgebracht werden, damit, je nach Untergrund, eine Deckung erzielt wird. Ein äußerst arbeitsintensives Verfahren, das aber der Denkmalschutz fordert und zudem ein schimmerndes Weiß erzielt, wie es mit keiner modernen Dispersionsfarbe zu bekommen ist. Sorgen bereiten uns noch die zentimeterdicken Anstrichschichten im Bereich der ehemaligen Küchenräume (die Untersuchungen haben bis zu 25 Anstriche ergeben!), die nun vollständig abgeschliffen werden müssen, da sie sich teilweise vom Originalputz gelöst haben und Hohlräume entstanden sind, in denen sich Schimmel gebildet hat. Ein weiterer Kostenfaktor! Ein noch größeres „Sorgenkind“ ist aber die Außenfassade des ehemaligen Refektoriumstrakts, die in einem äußerst desolaten Zustand ist. Dieser Teil wurde bei der Außensanierung des Klosters vor dreißig Jahren leider ausgespart. Die Kosten hatte damals der Bayerische Staat übernommen. Wir rechneten deshalb damit, dass er auch dieses Mal die Kosten tragen würde. Doch der Umstand der leeren staatlichen Kassen und die weltweite Finanzkrise haben uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht: Jetzt heißt es: "Kein Geld da!" Wir hoffen zwar, dass dazu von Seiten des Staates noch nicht das "letzte Wort" gesprochen ist, sehen aber mit zunehmender Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation die Chancen für ein entsprechendes finanzielles Engagement des Staates immer mehr schwinden.
Deshalb, und weil ja auch der Innenausbau noch nicht ganz finanziert ist, sind wir weiterhin auf Spendensuche!

Viele größere und kleinere Spenden von Einzelpersonen (aus ganz Deutschland), Gruppen, Firmen und Institutionen zeugen von dem großen Interesse daran, dass es mit der Renovierung des Klosters weitergeht. Den bisherigen und auch zukünftigen Spendern sagen wir ein herzliches "Vergelt’s Gott"!

Ihre Karmeliten vom Kloster Reisach

Renovierung (Stand: Ostern 2008)

„Staub sollst du fressen alle Tage“, an dieses Wort Gottvaters an die Schlange, aus dem Buch Genesis der Heiligen Schrift, werden wir derzeit im Kloster Reisach erinnert!
Die Heizungs- und Sanitärinstallation im Refektoriumstrakt des Klosters und der Abriss verschiedener Mauern, die in späterer Zeit, vor allem im 20. Jahrhundert, ohne Rücksicht auf die ursprüngliche Raumsituation eingezogen worden waren, lässt ganze Staubwolken durch unsere Klostergänge ziehen. Dazu trugen auch der Aufbruch und die Reaktivierung der alten Kamintüren in den Gängen bei. Ursprünglich wurden ja die Öfen in den einzelnen Klosterzellen vom Gang aus beheizt. Diese Einrichtung findet man auch in den alten Schlossbauten. Sie hatte den Vorteil, dass beim Heizen im Zimmer selbst kein Schmutz und kein Rauch entstanden.
Später nahm man das in Reisach in Kauf und fand es vermutlich praktischer, die Öfen vom Zimmer aus zu beheizen. Daraufhin hat man diese Kamin- und Ofentüren in den Gängen zugemauert. Für uns hat aber ihre Reaktivierung große Vorteile, denn durch sie kommen wir einigermaßen bequem an die alten Kamine und können durch diese einen großen Teil der Hauptleitungen für Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation führen, ohne die originale Bausubstanz angreifen zu müssen. So konnten wir die in der ersten Planungsphase mehrfach vorgesehene Gewölbedurchbrüche auf einen einzigen reduzieren!
In den einzelnen Räumen werden die Zuleitungen zu den Heizkörpern und ein Großteil der Elektroleitungen allerdings auf Putz verlegt, um auch hier die Eingriffe in die originale Bausubstanz möglichst gering zu halten. Später werden sie durch eine Bodenleiste abgedeckt.
Im Zuge dieser Arbeiten kommen wir uns oft wie Bauarchäologen vor und machen immer wieder neue und überraschende Entdeckungen. Sie lassen uns aber auch immer wieder staunen über den Einfallsreichtum und das große handwerkliche Können der Bauleute früherer Jahrhunderte.
Die Heizungs- und Sanitärinstallation ist nun schon weit vorangeschritten und wird in den nächsten Wochen vorläufig abgeschlossen.
Dann kommen als nächstes die Elektroinstallation und der Einbau der Nasszellen (Toilette und Dusche), die uns allerdings noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Denn einerseits sollen sie möglichst kostengünstig sein, andererseits verbietet sich in dieser historischen Umgebung ein Fertigteil „von der Stange“!
Auch das Aussehen der neuen Doppelfenster, die zur Wärmedämmung und zum Schutz der alten historischen Fenster außen angebracht werden sollen, ist noch nicht ganz ausdiskutiert.

Ihre Karmeliten vom Kloster Reisach