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Mystik und Spiritualität

Vortragsreihe im Kloster Reisach

Veranstalter:
Karmelitenkloster Reisach, Bildungswerk Rosenheim e.V. und
Evangelisches Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V.

Archiv

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Donnerstag, 12. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Teresa von Ávila (1515 – 1582)
Was sie uns für die innerkirchliche Diskussion heute zu sagen hat

Vortrag von Dr. Elisabeth Münzebrock

 

Kurzbeschreibung des Vortrags:

Wer mit Teresa von Ávila in Berührung kommt, kann sich dem Zauber dieser außerordentlichen Persönlichkeit nur schwer entziehen. Sinn und Halt ihres rastlosen Wirkens als Reformatorin des Karmel ist ihre Freundschaft mit Gott, der in ihr Leben einbricht, es bis in alle Tiefen erschüttert und ihre radikale und totale Antwort begehrt. Nach jahrzehntelangem Ringen um ein „Loslassenkönnen“ all dessen, was ihrer Freundschaft mit Gott im Wege steht, gelangt Teresa zum Gipfel der mystischen Einigung. Sie wird eine der Größten in der Welt der Mystik und bleibt doch „eminentemente humana“, eine Frau mitten im Alltag mit praktischem Verstand.
 
Elisabeth Münzebrock
Elisabeth Münzebrock

Biographisches:

Dr. Elisabeth Münzebrock, Studiendirektorin, Dozentin für Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, seit 2012 Präsidentin der Gertrud von le Fort-Gesellschaft; Bücher zu Teresa von Ávila
 
Eintritt frei
 
 

Montag, 6. November 2017, 19.30 Uhr

"O Mensch, du hast Himmel und Erde in dir!"
Hildegard von Bingen (1098-1179): ihr Leben, ihr Selbstverständnis, ihr Gottes-, Welt- und Menschenbild

Vortrag von Dr. Hildegard Gosebrink

 

Kurzbeschreibung des Vortrags:

Hildegard von Bingen (1098-1179) war Nonne und Äbtissin, Theologin und Komponistin, Heilkundige und Politikerin. Sie lernen ihr Leben und ihr Selbstverständnis vor dem Hintergrund der Kirchen- und Spiritualitätsgeschichte im 12. Jahrhundert kennen. Sie entdecken, was wir an verlässlichen Quellen haben, und wo Hildegards Name für Marketing-Zwecke benutzt wird. Außerdem fragen wir nach ihren Visionen: Wie verstand Hildegard ihre inneren Bilder, und wie können wir heute verantwortungsvoll damit umgehen? Illustrationen aus ihren Werken und Hörproben ihrer Kompositionen begleiten uns durch diesen Abend. So viel sei schon verraten: Dabei kommt eine Frau zum Vorschein, die viel von Politik und Strategie verstand, die eine hohe künstlerische Begabung hatte und eigene Wege in Schriftauslegung und Theologie ging.
 
Hildegard Gosebrink
Hildegard Gosebrink

Biographisches:

Hildegard Gosebrink, Dr. theol., studierte Theologie, Philosophie und Religionswissenschaften in Bochum, Jerusalem und Würzburg. 2000 Promotion in katholischer Theologie mit einer Arbeit über Maria in der Schöpfungstheologie Hildegards von Bingen; 2001 bis 2011 Referentin für Spiritualität und Liturgie im Kardinal-Döpfner-Haus auf dem Freisinger Domberg. 2011 bis 2016 Rektorin des Aschaffenburger Martinushauses, eines Hauses für Bildung-Beratung-Seelsorge in Trägerschaft des Bistums Würzburg; seit 2016 Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Frauenseelsorge in Bayern; zahlreiche Veröffentlichungen.
 
Eintritt frei
 
 

Montag, 22. Januar 2018, 19.30 Uhr

Die europäische Vision von Papst Franziskus und ein vergessener Autor als Quelle

Vortrag von P. Dr. Lukasz Steinert OCD

 

Kurzbeschreibung des Vortrags:

In seiner vielbeachteten Rede bei der Verleihung des Karlspreises 2016 sprach Papst Franziskus über seine Vision von Europa und berief sich dabei auf das Buch „Idee Europa“ von Erich Przywara SJ (1889-1972), einem so bedeutenden wie vergessenen Religionsphilosophen und Theologen. Er lebte in München und Murnau. Seinem Buch liegt die dynamische Einheit von Altem und Neuem Bund als Mitte des Christlichen zugrunde, und Przywara entwirft von da aus die Idee eines künftigen Europas als einem Ort des dynamischen Austausches zwischen diversen Epochen, Völkern, Stilen und Kulturen. Lange unbeachtet, gewinnt diese Idee einer neuen Gestalt des christlichen Europas nun an prophetischer Aktualität und regt zu Diskussionen an.
 
Lukasz Steinert
Lukasz Steinert

Biographisches:

Lukasz Steinert, Dr. theol., geb. 1980 in Oppeln (Polen), seit 1999 im Karmelitenorden, nach pastoralem Dienst in Berlin, München und Neubiberg (2006 - 2010) Promotionsstudium in Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom, Promotion über Erich Przywara. Er unterrichtet Theologie in Rom an der Päpstlichen Fakultät „Teresianum“ und arbeitet zeitweise im Kloster Reisach (Oberaudorf) mit.
 
Eintritt frei
 
 

Montag, 30. April 2018, 19.30 Uhr

"Mitten im Gelärm das innere Schweigen bewahren."
Der Christusmystiker Dag Hammarskjöld

Vortrag von Prof. Dr. Peter Zimmerling

 

Kurzbeschreibung des Vortrags:

Dag Hammarskjöld (1905–1961) gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. 1953 bis zu seinem Tod 1961 war der gebürtige Schwede Generalsekretär der UNO, damit der ranghöchste Beamte der Welt. Während einer politischen Mission kam er bei einem Flugzeugabsturz in Nordrhodesien ums Leben. Dass er ein beeindruckender Christusmystiker war, blieb zu seinen Lebzeiten verborgen. Erst sein posthum veröffentlichtes geistliches Tagebuch „Zeichen am Weg“ legte vor der Weltöffentlichkeit Zeugnis von seinen mystischen Erfahrungen ab. Hammarskjöld verstand es als eine Art Weißbuch seiner Verhandlungen mit sich selbst und mit Gott. Es lasse sein „einzig richtiges Profil“ erkennen. Der Vortrag will die mystische Prägung von Hammarskjölds Frömmigkeit nachzeichnen und sie in Beziehung zu seinem politischen Handeln setzen.
 
Peter Zimmerling
Peter Zimmerling

Biographisches:

Peter Zimmerling, geb. 1958 in Nidda/Oberhessen; Studium der Theologie in Tübingen und Erlangen, 1989-1993 Pfarrer der Kommunität „Offensive Junger Christen“ auf Schloss Reichenberg/Odw.; Promotion 1990, Habilitation 1999, Privatdozent Universität Heidelberg; 2003-2005 Hochschuldozent Universität Mannheim; 2005 Prof. für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge Universität Leipzig; seit 2009 Domherr zu Meißen; 2009-2013 Studiendekan; 2012 Erster Universitätsprediger. Forschungsschwerpunkte: Seelsorge, Spiritualität, charismatische Bewegungen, Dietrich Bonhoeffer, theologische Frauenforschung, Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf.
 
Eintritt frei
 
 

Montag, 8. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Gelehrsamkeit und Gottesschau
Die Mystikerinnen des Klosters Helfta

Vortrag von Prof. Dr. Volker Leppin

 

Kurzbeschreibung des Vortrags:

Im ausgehenden 13. Jahrhundert trafen im Kloster Helfta, heute auf dem Boden der Lutherstadt Eisleben gelegen, mehrere Frauen aufeinander, die sich auf unterschiedliche Weise der Mystik widmeten: Zur Äbtissin Gertrud von Hackeborn und ihrer leiblichen Schwester Mechthild sowie der Mitschwester Gertrud von Helfta kam noch Mechthild von Magdeburg, die heute die bekannteste in diesem Kreis ist. Das Miteinander dieser geistlichen Personen erlaubt Einblick in die Frömmigkeit und den hohen Bildungsgrad von Frauen der Zeit. In ihren Werken zeichnet sich ein eigener Stil des Nachdenkens über Gott und der unmittelbaren Wahrnehmung Gottes ab, den der Vortrag zum Klingen bringen will.
 
Volker Leppin
Volker Leppin

Biographisches:

Volker Leppin (geb. 1966) hat in Marburg, Jerusalem und Heidelberg evangelische Theologie studiert. Promotion (1994) und Habilitation (1997) erfolgten in Heidelberg. Nach einem Lehrauftrag in Zürich und einer Lehrstuhlvertretung in Frankfurt/M. war er von 2000-2010 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und ist seit 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchengeschichte an der Evg.-Theol. Fakultät Tübingen sowie Direktor des Instituts für Spätmittelalter und Reformation. Er ist ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.
 
Eintritt frei
 
 

Montag, 8. April 2019, 19.30 Uhr

Den Weg zu Gott selbst frei machen. Edith Steins Weg zur Mystik

Vortrag von Dr. Beate Beckmann-Zöller

 

Kurzbeschreibung des Vortrags:

Wissenschaft und Religiosität prägen die Philosophin Edith Stein (1891-1942), anspruchsvolles Denken und spirituelle Suche, Judentum und Christentum. Als Frau in einem Männerberuf, als Jüdin in einem antisemitischen Umfeld, Edith Stein steht in vielen Spannungsfeldern. Welchen Weg geht die ungläubige Studentin bis hin zur Mystik, die sie befähigt zum Martyrium für Christus?
 
Beate Beckmann-Zöller
Beate Beckmann-Zöller

Biographisches:

Beate Beckmann-Zöller (Jg. 1966) ist freiberufliche Religionsphilosophin, Dozentin an der KSH München, Vize-Präsidentin der Edith Stein Gesellschaft Deutschland und Bearbeiterin von 7 Bänden der Edith Stein Gesamtausgabe; sie ist Mitglied der kath. Laiengemeinschaft "Immanuel Ravensburg".
 
Eintritt frei
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