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Was ist mystik?

September 11, 2020

Bitten Sie jemanden ohne Theologie-Abschluss, sich einen „Mystiker“ vorzustellen, und er könnte sich einen Yogi vorstellen, der auf einem Berggipfel meditiert, die wirbelnden Derwische der Türkei oder eine Nonne, die ein monastisches Leben in inbrünstigem Gebet führt. Menschen, die mit dem Wort etwas vertrauter sind, können vielleicht sogar einige der bekanntesten Mystikerinnen nennen: Rumi, der Dichter und Sufi-Mystiker des 13. Jahrhunderts, oder die Heilige Teresa von Avila, die spanische Nonne, die dafür bekannt ist, über ihre mystischen Erfahrungen (einschließlich Levitation) zu schreiben. All diese Beispiele haben eines gemeinsam: Sie leben oder lebten an einem Ort und/oder in einer Zeit, die weit von allem entfernt ist, auf das wir uns heute beziehen können. Niemand stellt sich eine Mystikerin vor, die sich draußen abmüht, um die Post zu holen.

Nach Ansicht von Gelehrten – und selbstbeschriebenen Mystikern – ist das nicht immer der Fall. Darüber hinaus gibt es unter uns heute offensichtlich viele selbsterkannte Mystiker.

Was genau ist also ein Mystiker?

Die Antwort auf diese Frage variiert je nachdem, wer die Definition vornimmt und welcher Religion oder welchem Glaubenssystem er angehört. Die Suche nach der Wahrheit und die Hingabe, aus erster Hand eine Verbindung mit einer höheren Macht herzustellen, sind die beständigen Themen.

Ein Mystiker ist eine Person, die eine direkte Erfahrung des Heiligen hat, die nicht durch konventionelle religiöse Rituale oder Vermittler vermittelt wird.

Um diese heilige oder göttliche Erfahrung zu erreichen, ist es erforderlich, „etablierte Glaubenssysteme zu transzendieren, den Intellekt zu umgehen und die Identifikation mit dem ‚Ego‘-Selbst aufzulösen“.

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